Wechselduschen

Wechselduschen

Können Wechselduschen wirklich etwas verbessern? Viele Betroffene mit zu niedrigem Blutdruck kennen das Problem: Bei längerem Liegen oder Stehen und auch beim Sitzen sackt das Blut in die Beine ab, wodurch der Oberkörper und auch der Kopf zu wenig durchblutet werden. Die Folge sind Kreislaufprobleme, Konzentrationsstörungen, Schwindel etc.
Hauptgrund dafür ist, dass der niedrige Blutdruck ohne entsprechende Bewegungen des Körpers nicht dazu in der Lage ist, das Blut in höherliegende Partien zu pumpen und dort zirkulieren zu lassen. Sie müssen sich das Ganze in etwa wie eine zu schwache Wasserpumpe im Keller eines Hauses vorstellen. Die Pumpleistung reicht noch dazu aus, das Wasser ins Erdgeschoss des Hauses hinauf zu pumpen, für den ersten Stock ist die Pumpe dann jedoch zu schwach. Aber helfen hier Wechselduschen wirklich?wechselduschen niedriger blutdruck

Was kann der Betroffene in diesem Fall tun?
Der erste Gedanke, auf den man in diesem Zusammenhang kommt: Einfach nicht mehr zu lange hinlegen, bzw. stehen oder sitzen. Grundsätzlich richtig, doch das ist gar nicht so einfach umsetzbar. Schließlich fahren wir mitunter längere Strecken im Auto, sitzen im Flugzeug und müssen natürlich auch jede Nacht für einige Stunden schlafen. Alles Situationen, in denen der Körper für längere Zeit in einer bestimmten Position verharrt. Und genau das sind die Situationen, in denen sich bei Menschen mit niedrigem Blutdruck das Blut in den Beinen sammelt und der Oberkörper zu wenig durchblutet wird.

Die Lösung: Wechselduschen!

Wechselduschen sind ein probates Mittel, um Probleme mit abgesacktem Blut in den Beinen aus der Welt zu schaffen. Betroffene sollten sich daher angewöhnen, zumindest jeden Morgen nach dem Aufstehen eine Wechseldusche durchzuführen. Das geht ganz einfach: Sie duschen zunächst so heiß, wie Sie es aushalten können. Das öffnet die Poren und wärmt den Körper. Kurz vor Ende des Duschvorgangs stellen Sie das Wasser für einige Sekunden auf eiskalt um und duschen sich damit kurz komplett von oben bis unten ab. Die Poren werden nun sekundenschnell geschlossen, wodurch entsprechende Reize auf die Nerven ausgeübt werden. Dadurch wird der Kreislauf angekurbelt und der Blutdruck steigt.

Nun wird die Vorstellung, die Dusche plötzlich von angenehm heiß auf eiskalt umzustellen, bei vielen Menschen unwohle Gefühle hervorrufen. Doch probieren Sie es zunächst einmal aus, es ist gar nicht so schlimm, wie man es sich auf den ersten Blick vorstellt. Es gibt zudem noch eine weitere Möglichkeit, Wechselduschen zu betreiben, die für sensible Menschen noch besser geeignet ist. Wenden Sie die Wechselduschen einfach nur für Ihre Beine an! Sie gehen also wie beschrieben vor: Zunächst brausen Sie die Beine so heiß wie möglich ab, das Ganze für etwa zehn Minuten. Kurz vor Schluss schalten Sie die Dusche auf eiskalt um und brausen die Beine damit noch etwa eine Minute ab.

Der positive Effekt

Der Effekt: Auch hierbei werden die Nerven in den Beinen stimuliert, wodurch der Kreislauf in Schwung kommt. Gerade die Beine sind die Hauptproblemzone vieler Menschen mit niedrigem Blutdruck, da sich hier das Blut sammelt, wodurch der obere Teil des Körpers zu wenig durchblutet wird. Mit Wechselduschen Ihrer Beine beugen Sie diesem Effekt vor.

Achten Sie darauf, die Wechselduschen möglichst nur am Morgen oder mittags vorzunehmen, nicht dagegen am Abend. Die Anregung des Kreislaufs könnte ansonsten bewirken, dass Sie schlecht einschlafen können.

Insbesondere in Verbindung mit viel Bewegung entfalten die Wechselduschen ihre maximale Wirkung. So ist es beispielsweise für Menschen mit niedrigem Blutdruck perfekt, morgens aufzustehen, dann eine Wechseldusche vorzunehmen und anschließend etwas leichte sportliche Betätigung wie Laufen oder Fahrradfahren zu betreiben. Somit wird der gesamte Organismus auf Trab gebracht, der Kreislauf angeregt und auch der Blutdruck angehoben. Aber auch wenn Sie diese Möglichkeit nicht an jedem Tag haben, sorgt die Wechseldusche für angenehme Effekte. Falls Sie danach ins Büro müssen, sollten Sie darüber nachdenken, mehr zu Fuß zu gehen und auf öffentliche Verkehrsmittel zu setzen, und nicht über längere Zeit im Auto zu fahren. Auch dies trägt zu einer Regulierung des Blutdrucks auf Dauer bei. Niedriger Blutdruck kann man also auch mit Hilfe von Wechselduschen in den Griff bekommen.

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