Was ist eigentlich Bluthochdruck?

Was versteht man unter Bluthochdruck?

Im Inneren des menschlichen Körpers, genauer gesagt innerhalb des Blutkreislaufs, muss ein gewisser Druck herrschen, damit das Blut zirkulieren kann. Für den Aufbau dieses Drucks ist das Herz zuständig. Er muss einen möglichst idealen Wert aufweisen, andernfalls drohen negative Folgen. Dies gilt insbesondere, wenn der Blutdruck – in der medizinischen Fachsprache als „Hypertonie“ bezeichnet – dauerhaft zu hoch ist.

„Zu hoch“ bedeutet dabei: Der Blutdruck überschreitet bei einem Erwachsenen die Grenze von 140/90 mmHg. Bei Werten bis zu 160/95 mmHg spricht man von einer Grenzwerthypertonie, darüber von der „echten“ Hypertonie.
Dazu muss man wissen: Der Blutdruck eines Menschen wird nicht in einem Wert abgebildet, sondern in einem unteren (Diastole) und einem oberen Wert (Systole).

Der obere Wert entsteht infolge des Zusammenziehens des Herzmuskels. Hier erreicht der Blutdruck also sein Maximum. Erschlafft der Herzmuskel dagegen nach dem Zusammenziehen wieder, sinkt der Blutdruck auf den untersten Skalenwert ab. Bei einer Blutdruckmessung werden daher immer diese zwei Werte angegeben, der systolische und der diastolische Wert.

Der Blutdruck unterliegt natürlichen Schwankungen

Der arterielle Druck im Körper ist nicht immer gleich. Er unterliegt teilweise starken Schwankungen, je nachdem, wie aktiv wir sind. Bei anstrengenden Tätigkeiten (egal ob physisch oder psychisch) kann der Blutdruck beispielsweise für kurze Zeit extrem ansteigen, da der Körper hierfür mehr Sauerstoff benötigt. Dies ist ganz natürlich und nicht tragisch, denn bei einem gesunden Menschen reguliert sich der Blutdruck nach der Anstrengung von selbst wieder.

Gefährlich wird es erst dann, wenn der Bluthochdruck nicht infolge vermehrter Bewegung, sondern durch verengte Blutgefäße bedingt ist. Das Herz passt sich in diesem Fall dem höheren Druck an (nicht umgekehrt, wie es normalerweise der Fall ist!) und schlägt ständig in einer zu hohen Frequenz. Es wird dadurch sehr stark belastet, die Folgen können Schlaganfälle, Herzinfarkte und andere Herz-Kreislaufstörungen sein.

So gefährlich ist Bluthochdruck

Wird ein zu hoher Blutdruck über längere Zeit nicht bemerkt und/oder behandelt, können daraus schwerwiegende Folgeerkrankungen wie die oben beschriebenen entstehen. Das Problem dabei: Die Krankheit verläuft oft über einen langen Zeitraum – teilweise über Jahre – völlig unbemerkt. Wie man Bluthochdruck erkennen kann.

Zwar gibt es Symptome, die auf Bluthochdruck hinweisen, diese sind allerdings sehr vielfältig und oft so allgemein, dass sie auch für etliche andere Krankheiten zutreffen könnten (mehr dazu gleich). Hinzu kommt, dass längst nicht alle Symptome bei jedem Betroffenen auftreten. Manche Menschen merken von ihrem Bluthochdruck überhaupt nichts. Und selbst wenn die Erkrankung entdeckt bzw. ärztlich diagnostiziert wurde, wird sie durch die häufig fehlenden oder unklaren Symptome oft auf die leichte Schulter genommen.

Herz-Kreislauferkrankungen sind in den modernen Industrieländern die Todesursache Nummer eins. An ihnen sterben deutlich mehr Menschen als zum Beispiel an Krebs. Eine der Hauptursachen für Herz-Kreislauferkrankungen ist der zu hohe Blutdruck. Jeder sollte sich daher angewöhnen, seinen Blutdruck regelmäßig selbst zu kontrollieren oder kontrollieren zu lassen.

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