Übelkeit und Unwohlsein

Übelkeit bei niedrigem Blutdruck: Was tun?

Übelkeit ist eine typische Begleiterscheinung von zu niedrigem Blutdruck. Der Hintergrund ist einfach nachvollziehbar. Das gesamte Herz-Kreislaufsystem arbeitet auf einem niedrigen Level, da die Organe durch den niedrigen Blutdruck nur schlecht durchblutet werden. Dies gilt natürlich auch für den Magen-Darmtrakt. In der Folge kommt es dazu, dass die aufgenommene Nahrung nur sehr langsam verwertet wird.

Durch diese langsame Verwertung stellt sich bei vielen Betroffenen Übelkeit ein, was in gesteigerter Form auch zu häufigem Erbrechen führen kann. Übelkeit und niedriger Blutdruckdruck gehen also oftmals zusammen einher. In den folgenden Abschnitten wollen wir uns einmal anschauen, welche Personen dafür besonders gefährdet sind, wie sich die Übelkeit in Verbindung mit dem niedrigen Blutdruck genau äußert und was man dagegen tun kann.

Welche Personen sind von Übelkeit bei niedrigem Blutdruck besonders betroffen?

Es sind insbesondere die Menschen, welche sowieso schon Probleme bei der Nahrungsaufnahme haben, die dann auch verstärkt von Übelkeit betroffen sind. Große, schlanke und manchmal als schlaksig bezeichnete Menschen mit niedrigem Blutdruck, die über den Tag verteilt nur sehr wenig essen, sind davon besonders stark betroffen. Grundsätzlich kann es aber jeden Menschen treffen, der vorübergehend oder dauerhaft an zu niedrigem Blutdruck leidet. Eine besonders gefährdete Risikogruppe sind schwangere Frauen. Es ist eine ganz natürliche Tatsache, dass während der Schwangerschaft das Herz-Kreislaufsystem extremen Veränderungen unterliegt.

Dies äußert sich beispielsweise in einer dauerhaften Erhöhung der Herzfrequenz während der Schwangerschaft und einer Zunahme des Blutvolumens. Zusammen mit der krassen Veränderung des Hormonhaushalts sorgen diese Faktoren dafür, dass Schwangere besonders häufig unter Übelkeit leiden. Und darunter insbesondere jene Frauen, die sowieso schon mit zu niedrigem Blutdruck zu tun haben.Übelkeit bei niedrigem Blutdruck

Verstärkend kommt noch hinzu, dass sich in der Schwangerschaft die Blutgefäße im Körper der Frau erweitern, wodurch das Blut schneller in den Beinen versacken kann. Daher sollten schwangere Frauen stets darauf achten, langsam aufzustehen, insbesondere morgens nach dem Schlafen oder nach längerem Liegen auf dem Sofa. Hilfreich kann es sein, direkt vor dem Aufstehen ein großes Glas Wasser zu trinken. Wenn sich jedoch trotz aller Vorsichtsmaßnamen keine Besserung einstellt, sollte man zumindest den Blutdruck regelmäßig messen oder sofort zum Arzt gehen.

Richtiges Essen bei Übelkeit

Ob schwanger oder nicht – das richtige Essen entscheidet zu einem Großteil darüber, ob die Übelkeitsattacken bei Menschen mit zu niedrigem Blutdruck überhand nehmen, oder ob sie problemlos tragbar sind, bzw. sogar mit der Zeit zurückgehen. Unbedingt zu meiden sind für Menschen, die zu niedrigem Blutdruck und Übelkeit neigen, besonders zuckerhaltige oder/und fetthaltige Speisen. Gerade für Letztere gilt: Fett ist für den Körper besonders schwer zu verdauen, es bleibt somit lange im Magen- und Darmtrakt, bevor es aufgelöst und in die Körperzellen transportiert wird.

Arbeitet der Organismus aufgrund des niedrigen Blutdrucks sowieso schon sehr langsam, so benötigt der Körper zur Verwertung von Fett noch länger als sowieso schon. Da die Nahrung hierbei also sehr lange im Magen-Darmtrakt verbleibt, kann sich eine besonders starke und dauerhafte Übelkeit daraus ergeben. Meiden Sie daher fettreiche Speisen unbedingt. Zu empfehlen ist eine fettarme und leichte Ernährung, die überwiegend aus Obst und Gemüse, Vollkorngetreide und nur wenig Fleisch bzw. Wurst besteht. Fisch dagegen ist auch in größeren Mengen erlaubt. Er enthält zwar auch teilweise erhebliche Mengen an Fett, allerdings handelt sich hierbei in der Regel um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die dem Organismus Gutes tun, und die für den Körper leichter zu verdauen sind als gesättigte Fette.

Frisches Obst sollte bei Ihnen als Betroffener möglichst täglich auf dem Speiseplan stehen. Die hierin enthaltenen wertvollen Vitamine und Mineralstoffe sorgen dafür, dass der Organismus auf Trab gebracht wird und die für seine Arbeit notwendigen Nährstoffe erhält. So kann er die Nahrung schneller verdauen, wodurch es in der Folge wiederum zu weniger Übelkeitsgefühlen kommt. Ein besonders wichtiger Punkt für Menschen mit Übelkeit aufgrund von zu niedrigem Blutdruck ist das Trinken. Flüssigkeit füllt den Magen und wird vom Körper besonders schnell verwertet – vorausgesetzt, es handelt sich dabei um ein gesundes Getränk.

Menschen mit Neigung zu Übelkeit und niedrigem Blutdruck sollten sich angewöhnt, mindestens zwei, besser drei Liter Wasser pro Tag zu trinken. Dabei sollte es sich am besten um stilles Wasser ohne Kohlensäure handeln, da Kohlensäure den Magen-Darmtrakt relativ stark belastet. Aber auch verdünnte Fruchtsäfte, ungesüßte Tees bzw. Schorle-Getränke sind für Betroffene gut geeignet. Es ist jedoch darauf zu achten, dass nicht zu viel Zucker enthalten ist, wie es beispielsweise bei industriell hergestellten Säften der Fall ist.

Besonders gut für betroffene Menschen sind Tees, die den Kreislauf anregen und somit auch die Verdauung ankurbeln. Dabei handelt es sich beispielsweise um Salbei- oder Rosmarintee. Aber auch Pfefferminztee ist hierfür geeignet. Ein kleines Wundermittel gegen Übelkeit sind außerdem Nüsse. Sie enthalten spezielle Fettsäuren, die sich regulierend auf die Verdauung auswirken und daher Übelkeit bekämpfen können. Die am besten geeignete Nuss ist hierfür die Walnuss. Von dieser sollten Sie täglich einige essen, am besten zwischen den Mahlzeiten und nicht zu spät am Abend.

Sport und frische Luft: Ein Erfolgsrezept gegen Übelkeit

Menschen mit zu niedrigem Blutdruck neigen häufig dazu, sich zu wenig zu bewegen und auch zu wenig nach draußen zu gehen. Sie sind schlapp und antriebslos, wodurch sich ein Teufelskreis in Bewegung setzt. Wer sich wenig bewegt und nicht an die frische Luft geht, wird auf die Dauer noch antriebsloser, wodurch sich wiederum der niedrige Blutdruck verstärkt. So setzt sich der Teufelskreis immer wieder selbst in Gang.

Unser Tipp: Durchbrechen Sie dieses ungesunde Muster! Geben Sie sich einen Ruck und gehen Sie bei Übelkeit möglichst sofort nach draußen – sofern es nicht gerade Hochsommer mit 35 Grad ist. Gerade die kühlere Luft im Herbst und Winter ist ein perfektes Gegenmittel gegen die quälende Übelkeit bei Menschen mit zu niedrigem Blutdruck. Wenn Sie sich dann noch ausreichend bewegen, ist die Übelkeit oft innerhalb kürzester Zeit verflogen.

Sport sollte also ebenfalls auf Ihrem täglichen Programm stehen oder zumindest mehrmals pro Woche betrieben werden. Gegen Übelkeit eignen sich leichte Sportarten wie Gehen, Fahrradfahren oder Schwimmen sehr gut. Achten Sie darauf, generell eine Sportart zu wählen, die sie draußen ausüben können. Heftige Fitnessübungen in geschlossenen Räumen sowie jegliche andere Sportart, bei der für kurze Zeit Höchstleistungen erbracht werden müssen, sind dagegen nicht für Menschen mit Hang zur Übelkeit geeignet.

Falls sich die Übelkeit nicht mit den hier vorgestellten Methoden reduzieren lässt, sollten Sie den Arzt Ihres Vertrauens aufsuchen und sich gründlich untersuchen lassen. Dieser kann Ihnen auch die geeigneten Medikamente zur Unterdrückung der Übelkeit empfehlen und verschreiben.

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