Nicht mit Salz sparen

Nun krempeln wir einmal alles um, was wir bislang über eine gesunde Ernährung gehört haben. Wir verwenden Salz in rauen Mengen! Richtig gehört: Wir salzen alles mit einer schönen zusätzlichen Portion!

Finden Sie das übertrieben? Vielleicht schon, für Menschen mit niedrigem Blutdruck ist es jedoch sehr wichtig, genügend Salz zu sich zu nehmen. Warum das so ist und wie Sie sich dabei selbst überlisten können, das werden wir gleich sehen.

Fakt ist: Kochsalz ist einer der Hauptfaktoren des hohen Bluthochdrucks, über den Millionen von Deutschen zu klagen haben. Grund dafür ist der übermäßige Gebrauch von Salz in unserer Nahrung. Insbesondere in fertigen Lebensmitteln sind große Mengen an Salz enthalten - viel mehr, als der Mensch eigentlich braucht. Der menschliche Körper verliert etwa zwei bis drei Gramm Salz pro Tag. Dies ist dann auch die Menge, die mit der Nahrung wieder aufgenommen werden sollte, damit der Salzhaushalt ausgeglichen bleibt. Ernährungswissenschaftler haben jedoch herausgefunden, dass der Durchschnittsmann in Deutschland zwischen acht und zehn Gramm Salz pro Tag zu sich nimmt, Frauen lediglich etwas weniger. Daher rät man Menschen mit Bluthochdruck stets, den Konsum von Kochsalz so weit wie möglich zu reduzieren.

Und genau diesen Umstand machen wir uns als Betroffene mit niedrigem Blutdruck zunutze. Wir erhöhen unseren Salzkonsum, so dass der Blutdruck hierdurch nach oben reguliert wird. Das heißt nun nicht, dass Sie Mengen an Salz in sich hineinschütten sollen. Dennoch können Sie Ihre Ernährung etwas in Richtung salzhaltige Speisen lenken und sich an Produkte halten, die einen recht hohen Salzgehalt aufweisen. Hier einige Beispiele:

Gepökeltes Fleisch / Speck
Gepökeltes Fleisch wird bereits bei der Herstellung mit einer Salzlake eingelegt bzw. mit Salz eingeschrieben. Dadurch weist es einen hohen Salzgehalt auf und ist perfekt für die Ernährung von Menschen mit niedrigem Blutdruck geeignet. Das Gleiche gilt für Speck, der ebenfalls stark gesalzen wird. Natürlich sollte man diese Lebensmittel nicht in rauen Mengen zu sich nehmen, doch es reichen schon geringe Mengen aus, um das nötige Salz aufzunehmen.

Seefisch
Fische, die aus dem Meer kommen, weisen einen recht hohen Gehalt an Salz auf, das sie durch das Meerwasser aufgenommen haben. Zudem ist der Seefisch auch noch wegen seiner vielfach ungesättigten Fettsäuren eine echte Gesundheitsquelle. Daher sollte auch bei Ihnen mindestens einmal pro Woche Seefisch auf dem Speiseplan stehen.

Salzgurken / Eingelegtes Gemüse
Wer es gerne sauer und salzig zugleich mag, der sollte sich an eingelegtes Obst und Gemüsesorten wie etwa Salzgurken halten. Auch diese weisen einen relativ hohen Salzgehalt auf und passen zu fast jedem Essen.

Salzstangen / Salzgebäck
Als Zwischenmahlzeit eignen sich Salzstangen und Salzgebäck sehr gut, um den Salzhaushalt des Körpers etwas aufzustocken. Gerade für Menschen mit niedrigem Blutdruck, die des Öfteren unter Kreislaufproblemen und Schwindel zu leiden haben, bieten sich diese als kleine Ersthelfer an. Das Salz wird vom Körper sehr schnell aufgenommen, wodurch sich akute Kreislaufschwächen und Schwindelzustände rasch zurückbilden.

Generell sollten Betroffene darauf achten, dass sie pro Tag etwa sechs bis sieben Gramm Salz zu sich nehmen. Mehr als diese Menge sollte es jedoch auch nicht sein, um den Körper nicht unnötig zu belasten. Besser ist es, die angegebene Menge über einen längeren Zeitraum zu sich zu nehmen, damit sich der Körper langsam darauf einstellen kann und den Kreislauf entsprechend hochfährt. Damit wird auch der Blutdruck langsam reguliert. Befindet sich dieser dauerhaft wieder in einem normalen Bereich, kann der Salzkonsum dann Schritt für Schritt herabgesetzt werden

Tipp: Kontrollieren Sie auf jeden Fall regelmäßig Ihren Blutdruck mit einem geeigneten Blutdruckmeßgerät. Welche Geräte für den privaten Gebrauch am Besten geeignet sind, haben wir auf unserer Spezialseite: gute Blutdruckmeßgeräte für Sie bereits herausgefunden.

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