Woran erkennt man Bluthochdruck?

Bluthochdruck – aber wie erkenne ich ihn?

Nach der renalen Denervierung und allgemeinen Informationen über Bluthochdruck, liefert der heutige Artikel die Symptome von Bluthochdruck, also der Frage: Woran erkennne ich, dass ich Bluthochdruck habe?

Denn je früher Bluthochdruck erkannt wird, desto früher kann ein Patient auch behandelt werden, desto weniger schlimm sind die Langzeitfolgen von andauernder Hypertonie. Das Gute daran ist, dass die Symptome auch von Laien recht gut erkannt werden können. In Deutschland werden z.B. nur ein Viertel aller Bluthochdruckpatienten medikamentös behandelt und nur die Hälfte begibt sich überhaupt in ärztliche Behandlung – alarmierende Zahlen.

Ein Hauptsymptom ist anhaltende Müdigkeit und körperliche Erschöpfung, die sich dauerhaft manifestieren. Begleitet wird Müdigkeit von verschlechterter Stimmung bis hin zu Depressionen, die auch dem Umfeld auffallen, z.B. in der Familie oder auf der Arbeit. Außerdem treten des öfteren Schwindelgefühle auf, die besonders dann gefährlich werden, wenn schwere Geräte wie Fahrzeuge bedient werden.

Die Schwindelanfälle treten dabei willkürlich auf, ob bei großer oder bei gar keiner Anstrengung – es kann jederzeit zu einem Anfall kommen. Wie bei vielen Krankheitsbildern werden Müdigkeit und Schwindel von Kopfschmerz begleitet, der gerne mit Schmerzmitteln behandelt wird. Allerdings verstärken die Präparate gegen Kopfschmerzen den Bluthochdruck noch weiter. Auch sind Patienten häufig nervös und leiden an Kurzatmigkeit. Die beiden Symptome gehen dabei meist Hand in Hand. Besondere Atemtechniken können die Kurzatmigkeit allerdings relativ schnell bändigen.

Die letzten Symptome sind für die Umwelt besonders sichtbar, da es sich um Nasenbluten und Ohrenpfeifen handelt, ähnlich wie bei einem Tinnitus. Die Blutgefäße in der Nase haben den geringsten Querschnittsdurchmesser, d.h. hier ist der Druck an sich schon am höchsten. Kommt Bluthochdruck hinzu, können diese sehr engen Gefäße am leichtesten Platzen – es kommt zu Nasenbluten.

Die häufigsten Symptome bei Bluthochdruck

  • starker Schwindel
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • starke und häufige Kopfschmerzen
  • Nasenbluten und Ohrenpfeiffen

Erschöpfung und Müdigkeit

Abgesehen vom Nasenbluten und dem Tinnitus können diese Symptome auch anderen Krankheiten zugeordnet werden, z.B. sind Diabetiker ebenfalls dauerhaft müde und erschöpft. Es empfiehlt sich daher bei solchen Symptome zum Hausarzt zu gehen und sich durchchecken zu lassen. Man kann etwa sagen, dass man befürchtet an Bluthochdruck oder an Diabetes erkrankt zu sein. Der Arzt wird dann schon wissen, wonach er schauen muss.

Besitzt man ein entsprechendes Gerät, kann man auch selbst den Blutdruck feststellen. Dies stellt in meinen Augen allerdings keine wirklich sichere Methode dar, weshalb man wirklich besser seinen Weg zum Arzt finden sollte. Aus eigener Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass auch Ärzte viele Dinge übersehen. Sollte man also als vermeintlich gesund abgesegnet werden, allerdings wirklich an den oben genannten Symptomen leiden, sollte man sich auch nicht scheuen einen weiteren Arzt zu konsultieren – sicher ist sicher.

Mit Sport gegen den Bluthochdruck!

Denkt man an Bluthochdruck, kommen einem vor allem alte, dicke oder ungesunde Menschen in den Kopf, die keinen Sport betreiben und vor sich hin vegetieren. Nun kam heraus, dass alleine in Deutschland schon 700.000 Kinder unter Bluthochdruck leiden – woher kommen diese erschreckend hohen Zahlen?

beispiel bluthochdruck mit bildDas Kinder unter Bluthochdruck leiden scheint mittlerweile eine traurige Regelmäßigkeit zu sein. Viele Menschen sind sich aber nicht darüber im Klaren, dass bei Kindern kaum Blutdruck gemessen wird. Das Problem ist also da, wird nur nicht erkannt. Und wenn es erkannt wird, dann meist bei Routineuntersuchungen bei der Suche nach Gründen für andere Krankheiten, wie z.B. Asthma.

Auch bei Kindern sollte dem Bluthochdruck Beachtung geschenkt werden, denn auch die Organe von Kindern leiden unter einem zu hohen Blutdruck. So kann es z.B. zu Beschädigungen der Augen kommen oder gar zu komplettem Organversagen.

Übergewicht – ebenfalls ein guter Grund

Die Lösung des Problems sieht bei Kindern genauso aus wie bei alten Menschen: Mehr Bewegung, gesünderes Essen, weniger Fett. Im Notfall muss zu Medikamenten gegriffen werden. Doch diese können mit Glück als temporäre Lösung genutzt werden, da sich das Problem durch viel Sport und eine gesunde Lebensweise häufig in Wohlgefallen aufgelöst.

Ist man auf dem Weg den Bluthochdruck zu bekämpfen, sollte man sich regelmäßig vom Arzt durchchecken lassen um zu sehen, wie sich die Krankheit im Laufe der Zeit entwickelt.

Meine Empfehlung daher: Auch die Jüngsten sollten bei Hausarzt besuchen den Blutdruck kontrolliert bekommen. Das gilt insbesondere für Kinder, die Medikamente gegen ADHS einnehmen. Diese sind bekannt dafür, dass sie den Blutdruck bei Kindern erhöhen. Man spricht von rund 80% aller Kinder, die die Präparate einnehmen.

Ein ebenfalls weit verbreiteter Grund für Bluthochdruck bei Kindern ist Übergewicht, welches auch bei Kindern immer häufiger zu beobachten ist. Übergewicht korreliert meist mit zu wenig Bewegung und Sport, weshalb neben ADHS-Kindern vor allem dicke Kinder häufig Opfer von Bluthochdruck werden.

Fazit: Bluthochdruck wird bei unseren Kindern und Jugendlichen ein immer ernsteres Problem. Man sollte ihn nicht einfach hinnehmen sondern in jedem Fall behandeln, da es sonst im Laufe der Jahre zu ernsten Problemen kommen kann. Doch man kann vorbeugen, indem man dafür sorgt, dass sich das Kind gesund ernährt und viel Bewegung bekommt. Das ist in der heutigen Zeit zwar nicht immer ganz einfach, doch man sollte es zumindest versuchen.

Zu viel Salz = hoher Blutdruck

Schon als kleines Kind bekommt man gesagt, dass zuviel Salz nur was für Ziegen ist und das man besser darauf verzichtet. Recht hatten die Eltern, dann ein erhöhter Salzkonsum kann einer von vielen Faktoren sein, der zu einem Bluthochdruck führt. Laut WHO, der Weltgesundheitsorganisation, sollte ein normaler, gesunder Durchschnittsmensch maximal 5 Gramm Salz pro Tag zu sich nehmen. Diese Werte werden natürlich häufig überschritten.

In der heutigen Konsumgesellschaft, in der alle Lebensmittel möglichst lange haltbar sein und leicht zuzubereiten sein sollen, ist es allerdings gar nicht mal so einfach auf das viele Salz zu verzichten. Die augenscheinlichsten Bösewichte sind dabei natürlich Chips und Tiefkühlwaren wie Tiefkühlpizza oder Pommes.

Doch das Salz versteckt sich auch in Lebensmitteln, in denen wir es gar nicht erwarten würden, wie z.B. in Wurst, die man auf das Frühstücksbrötchen legt. Hier ist vor allem die Salami ein führender Salzlieferant. Stattdessen sollte man es mal mit frischem Gemüse wie Gurkenscheiben probieren. Es gilt grundsätzlich: Fertig abgepackte Lebensmittel enthalten normalerweise ein Vielfaches an Salz, wohingegen frisches Gemüse und alles, was nicht haltbar und eingepackt ist, wenig Salz.

Nicht nur der Aufschnitt für’s Brot ist sehr salzlastig – auch die Brötchen und das Brot an sich. Hier sind die Alternativen allerdings beschränkt: Entweder man verzichtet ganz auf solche Lebensmittel, oder man fragt beim Bäcker nach salzarmen Alternativen.

Die Liste könnte ewig weitergeführt werden, weswegen ich sie etwas abkürze: Wie bereits erwähnt, enthalten vor allem fertig abgepackte und lange haltbare Lebensmittel viele versteckte Salze. Selbst in den süßen Cerealien am Morgen, in denen man eigentlich zuviel Zucker vermutet (der auch enthalten ist), ist ein erhöhter Salzgehalt festzustellen.

Neben frischem Gemüse kann man also auch auf reine Naturhaferflocken zurückgreifen. Diese schmecken zwar total langweilig, allerdings sind sie morgens das gesündeste, was man sich einverleiben kann.

Die Sache mit dem Salz sollte nicht als “Religion” und die Gesundheitsregel Nummer 1 gehandhabt werden. Sicher sollte man auf Tiefkühlprodukte und Chips weitestgehend verzichten. Allerdings gibt es, insbesondere im Bezug auf Bluthochdruck, sicherlich viele Dinge, die viel schädlicher sind als ein hoher Salzgehalt, wie z.B. Bewegungsmangel und zuviel Fett.

Wer auf eine weitgehend abwechslungsreiche Ernährung setzt, der tut seinem Körper bereits etwas extrem Gutes. Auch wenn etwas zuviel Salz enthalten ist.

Studie sagt: Rote Beete hilft

Die Studie dazu wurde an der Queen Mary University in London durchgeführt. Die Testpersonen waren unmedikamentierte Bluthochdruck-Patienten, denen jeden Tag 250 ml Rote Beere Saft gegeben wurde, wodurch der Nitritgehalt im Blut um die Hälfte anstieg. Bei gesunden Menschen ändert sich durch diese Menge gar nichts, bei Bluthochdruckpatienten ist der Blutdruck allerdings merklich gesunken.

Der Abfall des Blutdrucks war einige Stunden nach dem Trinken des Rote Beete Safts am höchstens und hielt für ungefähr 24 Stunden an.

Laut Ärzten kann sich diese Auswirkung durchaus mit herkömmlichen Bluthochdruckmedikamenten messen.

In Roter Beete ist übrigens vor allem Nitrat enthalten, welches erst im menschlichen Körper zu Nitrit umgewandelt wird. Vorausgehende Experimente wurden an Ratten durchgeführt, bei denen der Rote-Beete-Saft ebenfalls angeschlagen hat.

Doch die Studie birgt auch etwas negatives, denn die Anzahl der Versuchsteilnehmer belief sich lediglich auf 15. Ob Rote Beete Saft auch bei allen anderen Menschen so gut anschlägt ist unklar, weshalb Bluthochdruck-Medikamente immernoch die erste Wahl bleiben, da diese an tausenden von Patienten getestet wurden und sich bewährt haben.

Wer an Bluthochdruck leidet, kann also nebenbei gerne ein paar Gläser Rote Beete Saft trinken, auf die vom Arzt verordneten Medikamente sollte man allerdings des wegen nicht verzichten.

Vielen Leuten wird Rote Beete Saft zudem nicht schmecken, weshalb viele weiterhin zu den Medikamenten greifen würden, selbst wenn sich Rote Beete als Allheilmittel herausstellen würde.

Wer den Saft mal testen möchte: Nicht erschrecken, denn bei erhöhtem Rote Beete Konsum färbt sich der Urin rötlich. Wer Blut im Urin befürchtet, der kann also beruhigt werden.

Übrigens: Es muss nicht unbedingt Rote Beete sein, denn auch in anderen Gemüsesorten befindet sich ein hoher Nitratgehalt, wie z.B. in Gartensalat, Weißkohl oder Fenchel.

Kaffee – mal schnell den Blutdruck erhöhen

Laut Meinung des Volkes, erhöht Kaffee den Blutdruck in dem Maße, in dem man ihn konsumiert. Doch die Wirkung von Kaffee bzw. dessen Koffein hat eine viel komplexere Wirkung auf den Organismus als ursprünglich angenommen.

Wer selten Kaffee trinkt, der erhöht mit einer Tasse den Blutdruck für bis zu 30 Minuten. Wer allerdings oft zur braunen Bohne greift, der senkt sogar dauerhaft seinen Blutdruck. Die Forscher verglichen diesen Effekt mit Jogging: Kurzzeitig wird der Blutdruck zwar erhöht, auf Dauer wird er jedoch erniedrigt.roter kopf bei bluthochdruck

Doch Achtung: Es gibt eine negative Wechselwirkung mit Zigaretten, da das Nikotin den Abbau vom Koffein beschleunigt und die blutdrucksenkende Wirkung so zunichte macht.

Diese Beobachtung erschien im Fachjournal “Human Molecular Genetics” und wurde durch Forscher aus der Schweiz entdeckt. Die Studie hatte eine relativ große Teilnehmerzahl von 16.000.

Es gab jedoch noch mehr Entdeckungen: Denn der Kaffeekonsum ist bereits genetisch determiniert, ebenso die Abbaugeschwindigkeit des Koffeins in der Leber. D.h. wieviel Kaffee wir mal später konsumieren, steht bereits bei dem Zusammentreffen und Verschmelzen von Spermie und Eizelle fest. Angeblich jedenfalls, denn man muss ja erstmal in der Pubertät die Vorzüge von Kaffee kennenlernen und zum dauerhaften Konsument werden, sprich “auf den Geschmack kommen”.

Übrigens: Ebenso wie das Klischee um den erhöhten Blutdruck durch Kaffee, stimmen viele weitere Klischees einfach nicht: Z.B. entwässert Kaffee den Körper nicht bzw. nur in einem so geringen Maße, dass er wie jedes andere Getränk zur Flüssigkeitsbilanz hinzugezogen werden kann. Außerdem neutralisiert er nicht den Alkohol im Blut, obwohl ein Kaffee nach einer durchzechten Nacht trotzdem gut tut.

Zusammenfassend bleibt also zu sagen, dass Kaffee, sofern man Nichtraucher ist, den Blutdruck senkt, sofern er dauerhaft und regelmäßig konsumiert wird. Ist man nur Gelegenheitstrinker, erhöht der Kaffee für einige Zeit den Blutdruck. Bleibt also nur noch zu sagen: Hoch die Tassen, es darf wieder ohne Reue der braunen Kaffeebohne gefröhnt werden! (weiterführende Infos von der Herzklinik)

Sport gegen den Bluthochdruck

In meinen bisherigen Artikeln habe ich oft darüber gesprochen, dass man Bluthochdruck bekämpfen kann, indem man Sport treibt. Es stellt sich allerdings die Frage, welche Sportart überhaupt geeignet ist, denn nicht jede Sportart senkt den Blutdruck.

Zu allererst sei gesagt, dass man nicht zum Leistungssportler werden muss, um seinen Blutdruck über längere Zeit hinweg zu senken. Dabei ist die Intensität nicht so wichtig, allerdings sollte der Sport regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg durchgeführt werden. Dadurch kann man Bluthochdruck sowohl im Vorfeld bereits bekämpfen, oder aber man versucht einen bereits bestehenden Bluthochdruck zu senken. Laut Ärzten soll es dabei möglich sein, diesen um bis zu 10 mmHg zu senken, sofern über einen längeren Zeitraum Sport getrieben wurde.

Am besten eignen sich Ausdauersportarten wie z.B. Joggen, Rad fahren, schwimmen, Badminton, Walken und so weiter. Wem das zu langweilig ist, der kann auch zu Mannschaftssport zurückgreifen, wobei ich nicht weiß, ob z.B. Fußball geeignet ist, da dort relativ viele Sprints eingelegt werden.

Bitte kein Bodybuilding!!

Was sich nicht eignet, ist Bodybuilding oder exzessive Gewichte stemmen. Der Körper wird dabei viel zu sehr gefordert, außerdem kommt es bei der Atmung zu gefährlichen Blutdruck Peaks, die zum Gau im Körper führen können.

Muskelaufbau an sich ist allerdings förderlich, da so der Stoffwechsel positiv beeinflusst und der Blutdruck gesenkt wird. Dies sollte allerdings in Zusammenarbeit mit jemandem Erfolgen, der sich mit Bluthochdruckpatienten auskennt, wie z.B. Ärzten oder Physiotherapeuten. Eventuell kann man sich auch in einem speziellen Fitnesscenter beraten lassen. Die Vorraussetzung dafür ist aber, dass sich die Trainer mit Blutdruck und Medizin auskennen. (Krafttraining für Bluthochdruckpatienten: hier noch weiterführende Infos)

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass Bluthochdruckpatienten sich zuerst einmal mit einem Spezialisten auseinander setzen sollten, der abklärt, wieviel Sport in Frage kommt und wie belastbar die Patienten sind. Danach wird ein Rahmen für das Training festgelegt. Im Idealfall 3 bis 5 Mal die Woche für ca. 30 min, z.B. Joggen.

Sollte es zu Problemen kommen, müssen sich die Patienten sofort mit einem Arzt in Verbindung setzen und überprüfen, ob es zu Komplikationen gekommen ist. Bei Herzspezialisten kann man spezielle Belastungstests durchführen, die einem genau sagen können, in welchem Fitnesszustand man sich befindet.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Training, allerdings sollte man es nicht übertreiben. Denn Bluthochdruck ist immernoch gesünder als einen Herzinfarkt beim “Pumpen” zu erleiden.

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